Das lateinische Wort „Provision“ bedeutet auf Deutsch zunächst einmal Entgelt, Vergütung und Vermittlergebühr, die ein Kunde an einen Vermittler zusätzlich zum Kaufpreis für die Erbringung einer Leistung oder dem Zustandekommen eines Vertragsabschlusses bezahlt, wobei sich die Höhe der Provision zumeist nach dem Umfang und Volumen des Kaufpreises richtet.
Unabhängig von dieser weit verbreiteten Verwendung des Begriffes im ökonomischen Kontext existiert auch eine veraltete und weniger bekannte Bedeutung von „Provision“ im Kirchenrecht. Hierbei bedeutete das Wort die Verleihung eines Kirchenamtes an eine Person, später auch die Versorgung und der Unterhalt z.B. anhand einer Leibrente.
Während es im generell betriebs- und volkswirtschaftlichen Zusammenhang zahlreiche verschiedene und spezialisierte Provisionsarten gibt (z.B. Abschlussprovision, Einmalprovision, Bearbeitungsprovision etc.) ist der Ausdruck umgangssprachlich wohl vor allem als „Maklerprovision“ bekannt, also der bestimmten und vorher festgelegten prozentualen Summe vom Kaufpreis (einer Eigentumswohnung) oder der Jahresmiete (einer Mietwohnung), die der Makler als Erfolgshonorar erhält, wenn er die von ihm vermittelte Wohnung erfolgreich zum Vertragsabschluss bringt.
Derartige Provisionen im Immobilienbereich sind in Deutschland im Wohnungsvermittlungsgesetz juristisch fixiert, so darf sie z.B. bei Mietwohnungen nicht mehr als zwei Monatsmieten ohne Nebenkosten zuzüglich der Mehrwertsteuer von 19 % betragen, bei Eigentumswohnungen ist die Handhabe flexibler, die Provision bewegt sich meist zwischen 3 und 7 % des Kaufpreises. Bei dem Kauf oder der Vermietung von Gewerbeimmobilien werden die entsprechenden Provisionen häufig gemäß den entsprechenden Übereinkünften zwischen Makler und Kunde/Auftraggeber gestaltet.
Unabhängig von den speziellen Formen der Maklerprovisionszahlung (alleine durch den Käufer, sog. „Außen-Provision“ oder alleine durch den Verkäufer, sog. „Innen-Provision“ oder beide zu gleichen bzw. zu vereinbarenden Teilen) ist und bleibt eine Provision natürlich immer eine zusätzliche Kostenbelastung bei dem Kauf oder der Anmietung einer Wohnung, deren Gegenleistung oder Angemessenheit natürlich von potentiellen Käufern und vermittelnden Maklern recht unterschiedlich gesehen wird.
Während Kaufinteressenten z.T. zu recht darauf verweisen, dass manche üppige Maklerprovision angesichts der tatsächlich erbrachten, jedoch nicht sehr umfangreich erscheinenden Leistung des jeweiligen Maklers unberechtigt und unverhältnismäßig hoch ist, betonen Makler natürlich besonders gerne das unternehmerische Risiko dass sie kalkulieren müssen, und stellen ihre Aufgaben wie Marktwerteinschätzung der Immobilie, Anzeigenschaltung, Besichtigungstermine etc. als definitiv provisionswürdig dar.
Will man als Kunde also auf jeden Fall die Zahlung einer Provision an einen Makler vermeiden, so bleibt einem angesichts der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Marktlage im Immobilienbereich nur der Rückgriff auf Wohnungsbörsen, in denen oftmals Eigentums- und Mietwohnungen provisionsfrei und auch von privat zu privat vermittelt werden, und Makler meist ausdrücklich unerwünscht sind.
Provisionsfrei klingt natürlich erst einmal gut weil kostensparend, bei genauerem Hinsehen kann sich aber eine Provision natürlich auch im Kaufpreis „verstecken“, weshalb man gut beraten ist, sich beim Kauf bzw. Anmietung einer provisionsfreien Immobilie möglichst sehr genau die marktüblichen Vergleichspreise in der gewünschten Gegend anzusehen und sich ggf. auch anwaltlich beraten zu lassen, so dass man mit dem vermeintlich provisionsfreien „Schnäppchen“ nicht letzten Endes ein sehr viel schlechteres Geschäft macht, als man dies mit der Umgehung einer Provision vermeiden wollte.

Was hat der Artikel mit Ferienhäusern oder Ferienwohnungen zu tun? Es gibt natürlich auch Fewo Anbieter die Provisionen verlangen, jedoch werden diese meistens bei den Vermietern erhoben. Klar, legt dieser die Provision wieder auf den Mieter um. Wer provisionsfrei mieten will sollte sich bei irental.eu mal umschauen. Hier mietet man direkt beim Vermieter und hat auch direkten Kontakt zum Vermieter.
Grüzi
Sandra