Die deutsche Fußballnationalmannschaft schlägt Australien mit 4:0!

Die Fanmeile 2006 in Berlin, Foto: Florian Wölwer/PIXELIO

Die Fanmeile 2006 in Berlin, Foto: Florian Wölwer/PIXELIO

Die deutsche Fußballnationalmannschaft erwischte einen Traumstart bei der WM in Südafrika gegen die australische Mannschaft. Mit einem furiosen 4:0 besiegte das deutsche Team die deutlich überschätzte australische Elf.

Vermeintliche „Sorgenkinder“, die in ihren Mannschaften in der Bundesliga eher mäßige Leistungen zeigten wie Lukas Podolski und Miroslav Klose, bewiesen ihre Leistungsstärke in der Nationalmannschaft und krönten ihr Können mit zwei wunderschönen Toren.
Die gesamte Mannschaft überzeugte mit einem leistungsstarken Mittelfeld, schnellen raffinierten Spielzügen und einer durchaus soliden Abwehr, wenn man mal diesbezüglich von den ersten fünf Minuten des Spiels absieht…
Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira erwiesen sich als umsichtige Organisatoren und würdige Vertreter des verletzungsbedingt ausgefallenen Michael Ballack.

Auch der erst 20 Jahre alte Bayern-Stürmer Thomas Müller, der Name ist natürlich Programm, und der Stuttgarter Cacau beförderten das Runde ins Eckige und Fußballdeutschland versank gestern Abend im kollektiven Jubeltaumel.

In zahlreichen Städten und Gemeinden wurde das mittlerweile kaum mehr wegzudenkende Public Viewing praktiziert. Ausgelassen feierten Tausende friedliche Fans den spektakulären auffällig hohen Sieg gegen die Australier.

Wie ein Magnet wirken die Großveranstaltungen auf die Fans. Erklärungsversuche?
„Emotionen werden in der breiten Masse intensiver als alleine oder nur mit der Familie vor dem Fernseher erlebt, bei vielen steht nicht mehr das Spiel im Vordergrund, sondern der Eventcharakter,“sagte Fanforscher Gunter A. Pilz.  Dies ist für mich durchaus nachvollziehbar, wenn man in den zahlreichen Reportagen und Berichterstattungen in die verzückt-entrückten schwarz-rot-gold bemalten Gesichter auf den Fanmeilen blickt.

Natürlich können die deutschen Großstädte den Fans die größten Fanareale zur Verfügung stellen. Stadien und Plätze verwandeln sich in gut organisierte Feierzonen und bunte Rahmenprogramme sorgen für Abwechslung in den Halbzeitpausen und zwischen den Spielen.

Der Hyundai Fan Park Hamburg ist das größte Public Viewing-Ereignis in Deutschland zur WM 2010. Mehr als 70.000 Fußball-Fans konnten auf einer sage und schreibe  80 m² großen, tageslichttauglichen LED-Screen gemeinsam das erste Spiel der deutschen Mannschaft verfolgen.

Natürlich bietet auch Berlin den Fans einen Ort zum gemeinsamen Fußball gucken. Der Olympiaplatz vor dem gleichnamigen Stadion war gestern abend der Hauptanziehungspunkt der Fußballfans.
Die Größe der Leinwand und ihre Qualität steht der in Hamburg in nichts nach,  und ein Sponsor zeigt die Spiele sogar in 3-D-Technik.
Showacts auf einer großen  Bühne sowie fachkundige Fußballtrainer wie Jürgen Klopp und der allseits beliebte Moderator Günther Jauch unterhalten die Fans mit Interviews und Analysen.

Wem diese Art des Public Viewings doch etwas zu anstrengend erscheint (ich gehöre auf jeden Fall dazu), der sollte  sich die WM mit Freunden in den zahlreichen wunderbar dekorierten Biergärten, Kneipen, Bars und Clubs die Spiele anschauen. Public viewing im kleinen Rahmen ist für mich persönlich das Nonplusultra!
Doch egal was Sie bevorzugen – Hauptsache die deutsche Nationalelf spielt so weiter, wie sie gestern Abend angefangen hat…dann dürfen wir wieder von einem Sommermärchen träumen, oder?

Das nächste Spiel der deutschen Mannschaft findet am Freitag den 18. Juni um 13.30 Uhr gegen die mit einer 1:0 Niederlage gegen Ghana gestarteten Serben statt, wir hoffen doch auf kulante Arbeitgeber;-), nicht wahr?

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