Berlin bittet zur langen Nacht der Museen!

Museumsinsel Berlin

Museumsinsel Berlin und Fernsehturm Ost, Foto: © Rainer Sturm/PIXELIO

Am Sonnabend den 27. August kann man sich wieder mit vielen anderen kulturinteressierten Menschen in das Berliner Museumsgetümmel stürzen und endlich einmal das ausgiebig genießen, wofür man oftmals tagsüber berufsbedingt nur unzureichend Zeit aufwenden kann.

Berliner und Touristen lieben sie gleichermaßen, die lange Nacht der Museen in Berlin. Jung und Alt werden sich auch dieses Jahr wieder verabreden, um zu nachtschlafender Stunde Berlins Museen zu stürmen. Dazwischen verarbeitet man das Gesehene am besten bei einem Gläschen Wein oder bei einem doppelten Espresso in einer der vielen gastronomischen Perlen der Hauptstadt, um dann erfrischt das nächste Museum oder die nächste Ausstellung in Angriff zu nehmen.

Neben den üblicherweise teilnehmenden Museen haben sich diesen Sommer neun Häuser erstmalig diesem Event angeschlossen. Die Neuzugänge sind unter anderem das Museum Berggruen, die mittlerweile unglaublich beliebte Humboldt-Box am Schlossplatz und die Miniaturwelten Loxx im Einkaufszentrum Alexa.  Nach langer Abstinenz wird auch wieder das Technikmuseum Kreuzberg mit dem Science Center Spectrum bei der langen Nacht der Museen dabei sein.

Pünktlich um 18.00 eröffnet vor dem Kulturforum am Potsdamer Platz traditionell ein Schlag auf den Gamelan-Gong die lange Nacht der Museen. Auf einer Fläche von fast 400 qkm präsentieren bis zu 120 Häuser ihre „Schätze“ der interessierten Öffentlichkeit. Museen, Sammlungen, Archive, Gedenkstätten und Ausstellungshäuser öffnen bis 2.00 Uhr ihre Pforten, um wissensdurstige Berliner und Touristen aufzunehmen.

Sieben Shuttlebus-Strecken verbinden die Orte des Geschehens in den verschiedenen Bezirken und sorgen dafür, dass man sich zwischen den Besuchen entspannen kann. Übrigens kann man sich schon vorab wunderbar Routen nach dem persönlichen Geschmack zusammenstellen und diese dann gemütlich abfahren.

Die 29. Nacht wird insbesondere Liebhaber der klassischen Musik begeistern. Überall trifft man auf Chöre, es sollen wohl 35 sein, oder Künstler die virtuos ihr Instrument beherrschen und die mit ihren  Darbietungen diese Nacht erst richtig perfekt machen.

Selber singen kann man übrigens dieses Jahr auch; die Berliner Dirigentin Kerstin Behnke lädt alle stimmgewaltigen Museums-Pilgerer ein, sich um 24.00 Uhr vor dem Kulturforum einzufinden, um mit ihnen gemeinsam den Berliner Nachthimmel durch Gesang in Schwingungen zu versetzen. Diesen stimmgewaltigen Höhepunkt der Veranstaltung sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen.

Übrigens ist die Lange Museumsnacht auch durchaus etwas für Kinder. Einige Häuser öffnen schon am frühen Nachmittag und Besucher, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht erreicht haben, gucken und staunen sogar für lau.

Auch spezielle Rahmenprogramme für Kinder  in vielen Museen wecken schnell das Interesse für Wissenschaft und Kultur, so wie zum Beispiel das tolle Museum Labyrinth, das mit dem Shuttle-Bus der Route 1 bis 22.00 Uhr angefahren wird.

Im Labyrinth regieren die Notenschlüssel! Unter der Leitung von Cornelia Funke bauen Kinder selbst kleine Musikinstrumente, die dann mit vielen anderen Instrumentenbauern im „Improvisations-Tintenorchester“ gemeinsam erklingen sollen. Gönnen Sie ihrem Nachwuchs diesen großen Spaß und erfrischen sie sich im Café im Innenhof mit Getränken namens “Bratschenwasser” oder „Knallfrosch“.

Das Schöne an der langen Nacht der Museen  ist, dass sie einer Städtreise nach Berlin das I-Tüpfelchen aufsetzt, denn die Museumswelt Berlins UND das Nachtleben der Hauptstadt gelten weltweit als einzigartig und wenn beides aufeinander trifft, dann kann man sich ja vorstellen, was dabei herauskommt…

Die Tickets für die lange Nacht der Museen kosten 15 Euro für Erwachsene, darin enthalten sind sämtliche Shuttle-Transfers und der Öffentliche Nahverkehr Berlins am 27.8.2011 von 15.00 Uhr bis 5.00 Uhr am Folgetag. Da kann man ja eigentlich nur noch viel Vergnügen wünschen!

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