Italien
Seit den Zeiten Johann Wolfgang Goethes schon besitzt Italien als das „das Land wo die Zitronen blühen“ für deutsche Reisende und Urlauber einen besonderen und von heftigem Fernweh besetzten emotionalen Stellenwert. Dessen berühmte „Italienische Reise“ zwischen September 1786 und Mai 1788 wies natürlich eine bedeutend längere Dauer auf als die meisten der heutigen Ferienaufenthalte in „Bella Italia“, doch auch der deutsche Dichter besuchte viele der anhaltend wegen ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeiten bei Touristen aus aller Welt sehr populären Städte wie u.a. Verona, Vicenza, Padua, Venedig, Ferrara, Bologna, Florenz, Perugia, Rom, Neapel, Palermo, Catania, Messina, Siena, Modena, Parma, Piacenza und Mailand.
Es sollte jedoch noch fast 200 Jahre dauern, bis deutsche und andere europäische Gäste in großer Anzahl und nicht lediglich in Form von Bildungsreisen die zahlreichen landschaftlichen Schönheiten und kulturellen Schätze des sonnigen Mittelmeerlandes als beliebtes Reiseziel für sich entdecken. Ab den 1950er Jahren schließlich boomt der Fremdenverkehr in Italien, und Destinationen wie die Insel Capri im Golf von Neapel mit ihrer berühmten blauen Grotte, die sogar in deutschen Schlagern verewigt wurden („Caprifischer“) oder die Küstenstadt Rimini an der Adriaküste samt ihrer vielen Unterkünfte, Bars und Restaurants entwickelten sich schnell zu gerade bei jüngeren Urlaubern sehr beliebten Urlaubsorten.
Doch bei weitem nicht nur die unzähligen und vielseitigen Strände des Ligurischen, Tyrrhenischen, Ionischen und Adriatischen Meeres sowie die Küstenabschnitte der Provinzen Ligurien, Toskana, Latium, Kampanien, Kalabrien, Apulien, Abruzzen, Marken und Venetien mit ihren malerischen Fischerdörfern und Hafenstädten ziehen Gäste von überall an. Auch die weiter im schmalen Landesinneren gelegenen Regionen wie der Piemont, die Lombardei, Trentino, Venetien, die Emigila-Romana, Umbrien, Molise und die Basilikata begeistern mit ihrer authentischen Ländlichkeit, der herzlichen Gastfreundschaft ihrer Bewohner sowie der wohltuenden Gelassenheit und Ruhe viele Erholung suchende Menschen sehr.
Eine vollständige Liste der empfehlenswerten Ausflugsziele und Attraktionen Italiens anzufertigen hingegen erscheint angesichts der überwältigenden diesbezüglichen Fülle als schier unlösbare Aufgabe. Das Land mit den weltweit meisten Weltkulturerbestätten der UNESCO ist so prall gefühlt mit epochalen Bauwerken, aktuellen wie historischen Vertretern sowie klassischen Zeugnissen aus Architektur, Bildhauerei, Bildender Kunst, Literatur, Musik, Filmschaffen, Philosophie, Wissenschaft, Design und Mode, dass auch nur eine kleine Zusammenfassung zwangsweise zu unvollständig wäre. Als Jahrhunderte alter Schmelztiegel der Völker und Kulturen des mediterranen Raumes, damaliger Sitz des Römischen Reiches, heutige Heimat des Vatikans, Ursprungsort von Kunstrichtungen wie der Renaissance und fleißiger Exporteur all dieser und weiterer Fertigkeiten ist Italien vielleicht gemeinsam mit seinem Nachbarn Frankreich das geschichtlich einflussreichste europäische Land.
Alleine schon der unaufhaltsame internationale Siegeszug der italienischen Küche und ihrer typischen Gerichte wie Antipasti, Pasta, Pizza, Risotto und zahlreicher Fisch- , Fleisch- und Dessertspezialitäten ist nahezu beispiellos. Unabhängig von den geschmacklich teils sehr unterschiedlichen Regionalküchen des Landes ist man überall sehr stolz auf die typische Art zu kochen, und pflegt entsprechende Traditionen gewissenhaft.
Durch zahlreiche Flughäfen in Italien ist der Stiefel aus allen Ecken der Welt schnell und unkompliziert erreichbar und gerade auch deshalb international so beliebt.

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