Die schönsten Wanderrouten im Harz

Die Brockenhexe, Foto: ©  Johannes Höntsch/PIXELIO

Die Brockenhexe, Foto: © Johannes Höntsch/PIXELIO

Im Harz zu wandern ist das pure Vergnügen!
Zahlreiche Wanderrouten haben sich einer bestimmten Thematik angenommen, was heißt, das neben der Bewegung an der frischen Luft, auch ganz nebenbei Wissenswertes über die Region oder speziell über Besonderheiten an der Strecke vermittelt wird.

Humorige, nicht ganz ernst zu nehmende Namen, wie die Wanderung zur Freibierquelle, machen erst einmal neugierig und bringen Liebhaber des Gerstensafts ganz bestimmt auf  Trab.
Oder wie wäre es mit einem Ausflug zu den Schnarcherklippen?

Das etwa 95 km lange und rund 35 km breite Gebirge, mit dem Namen Harz,  liegt zwischen den Flüssen Leine (Westen) und Saale (Osten) von Nordwest nach Südost. Die höchsten Erhebungen sind zum einen der Achtermann mit 926 m, der Wurmberg mit 971 m und schließlich der bekannteste Berg des Harzes der Brocken mit 1142 m.

Eine Vielzahl an Naturschönheiten in Form von Bergen, Seen und Höhlen, sowie kunsthistorische interessante Plätze und die idyllischen gemütlichen Fachwerkstädte locken zu jeder Jahreszeit wanderfreudige Urlauber in diese attraktive Ferienregion.  Auch der Bergbau spielte im Harz eine tragende Rolle und viele Zeugnisse  der tausendjährigen Bergbaugeschichte werden Ihnen auf Ihren Entdeckungstouren begegnen.

Silberhochzeitsbank, Foto: © gabriele Planthaber/PIXELIO

Silberhochzeitsbank, Foto: © gabriele Planthaber/PIXELIO

Der  vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnete Premiumweg ist der Liebesbankweg. Dieser Wanderweg mit dem ausgesprochen romantischen Namen, führt auf einer Strecke von 7 km um den Bocksberg herum. Sie starten am besten nahe der Stadtkirche in Hahneklee am „Tor der Liebe“ (wo auch sonst?).
Warum dieser Wanderweg nun ausgerechnet diesen Namen trägt, wird Ihnen sehr bald bewusst werden.
25 individuell gestaltete handgearbeitete Holzbänke, die alle für die unterschiedlichen Phasen der Liebe stehen (wie mag wohl die letzte aussehen?), Ge(h)dichtsteine und originelle Kunstwerke erwarten den Wanderer an der Strecke.  Der Liebesbankweg führt vornehmlich vorbei an Bergwiesen und ist auch für Kinder  aufgrund der vielen originellen Dinge zum Anschauen, Verweilen und Ausprobieren spannend und abwechslungsreich.

Ein weiterer sehr empfehlenswerter Weg ist der Mühlenwanderweg bei Blankenburg:  Sie  wandern über weite Strecken entlang des Goldbachs, dessen Wasser früher  zum Antrieb der Mühlen diente. Sie passieren die Mönchemühle, Birkenmühle und die Regensteinmühle und auf den am Wegesrand postierten Schildern,  erfahren sie viel Wissenswertes über die einstige Wasserwirtschaft und Energiegewinnung. Überhaupt gibt es im Harz allein 22 Wasserwanderwege. Meist sind es Rundwege, so dass Sie die Wanderkarte getrost in der Tasche steckenlassen können. ;-)

Wenn Sie sich nun fragen, was sich hinter dem Wanderweg zur Freibierquelle verbirgt, hier kommt die Aufklärung:
Dieser Name dient vornehmlich zur Motivation der etwas wanderunwilligen aber biertrinkenden Bevölkerung, denn ich muss es leider so aufklären: Es handelt sich zwar um eine Quelle aber die Flüssigkeit ist durchsichtig und wird im allgemeinen Wasser genannt.
Trotzdem, um die tröpfelnde Quelle herum finden sich urige Sitzgelegenheiten und sollten ihre enttäuschten Freunde  die Nase rümpfen und das quellfrische und vor allem kostenlose Wasser partout nicht trinken wollen, dann erzählen sie ihnen einfach von der nahe gelegenen Schwefelquelle ;-)
Diese motivierende Wanderung beginnt übrigens unweit von St. Andreasberg.

Die allseits beliebte und bekannte Brockenhexe, die es in jedem Souvenirshop in allen Variationen zu kaufen gibt, gab dem nächsten Wanderweg ihren Namen. Der Hexenstieg ist ein quer durch den Harz verlaufender circa 100 km langer markierter abwechslungsreicher Wanderweg und ist gekennzeichnet-natürlich-  mit einer auf einem Besen reitender Hexe.
Die Route ist gespickt mit Naturschönheiten und die wilde Landschaft des Nationalparks Harz mit dem Brocken begeistert jeden Wanderfreund.
Dichte Wälder, steile Felsen und viele Zeugnisse der damaligen Bergbautätigkeiten säumen diesen zum Teil verwunschenen Wanderweg. Auch Teilstrecken mit Einkehr in die urigen Gasthöfen lassen sich bei diesem Wanderweg wunderbar planen und umsetzen.

Wenn Sie wissen wollen, was sich hinter den Schnarcherklippen verbirgt, so sollten Sie diesem Naturdenkmal am besten von der Stadt Schierke einen Besuch abstatten.
Hoch über dem Elendstal erheben sich die die beiden etwa 20 Meter voneinander entfernt stehenden etwa 25 Meter hohen Felsentürme bis  auf 671 Meter über den Meeresspiegel.
Die herrliche Aussicht auf den attraktiven Urlaubsort Schierke und auf das Brockenmassiv ist die Belohnung der Wanderung, die sie am besten von Schierke aus oder durch das Naturschutzgebiet Elendstal von Elend aus, in Angriff nehmen.

Übrigens der Name entstammt dem rühmlichen Dichter Johann Wolfgang von Goethe, der im Faust diese Zeilen zu Papier brachte:

“Seh die Bäume hinter Bäumen,
wie sie schnell vorüberrücken,
und die Klippen, die sich bücken,
und die langen Felsennasen,
wie sie schnarchen, wie sie blasen!”

Neben einer Vielzahl von weiteren interessanten Wanderwegen, sind auch die Höhlen des Harzes auf jeden Fall tolle Ausflugsziele und gerade Kinder werden an den Besichtigungen ihre Freude haben.
Im Rübeland erwarten Sie die Tropfsteinhöhlen Hermannshöhle und Baumannshöhle. Fledermäuse und die  nur noch selten anzutreffenden Grottenolme fühlen sich in beiden Höhlen wohl.  Eher zufällig wurde die Baumannhöhle von einem Bergmann im 16. Jahrhundert entdeckt. Sie beherbergt in ihrem Inneren  einen See und eine Schaubühne, die auch regelmäßig für Aufführungen genutzt wird.

Ein weitere erwähnenswerter Aussichtspunkt  ist der von den Kästeklippen: Diese beeindruckenden Granitfelsen erheben sich bis zu 605 m über den Meeresspiegel  und erlauben eine herrliche Aussicht über das Flusstal der Oker.

Die Wanderung zu den Kästeklippen beginnen Sie am besten vom Romkerhaller Wasserfall aus, aber auch Startpunkte vom Goslarer Stadtteil Oker oder von Bad Harzburg aus, sind möglich.

Neben einer Vielzahl von weiteren interessanten Wanderwegen, sind auch die Höhlen des Harzes auf jeden Fall tolle Ausflugsziele und gerade Kinder werden an den Besichtigungen ihre Freude haben.
Im Rübeland erwarten Sie die Tropfsteinhöhlen Hermannshöhle und Baumannshöhle. Fledermäuse und die  nur noch selten anzutreffenden Grottenolme fühlen sich in beiden Höhlen wohl.  Eher zufällig wurde die Baumannhöhle von einem Bergmann im 16. Jahrhundert entdeckt. Sie beherbergt in ihrem Inneren  einen ca. 240 qm großen Raum, den Goetheaal, einen See und eine Schaubühne, die auch regelmäßig für Aufführungen genutzt wird.

Auch die Iberger Tropfsteinhöhle sollten sie sich unbedingt anschauen. Nicht weit entfernt von Bad Grund ist sie seit 1874 zur Schauhöhle ausgebaut und beherbergt faszinierende Tropfsteingebilde unter anderem den überaus sehenswerten versteinerten Wasserfall.

Des Weiteren können Sie die größte Gipshöhle Europas bei Heimkehle bei Uftrungen und auch die größte Schauhöhle Europas, mit dem schönen Namen Einhornhöhle, bei Scharzfeld besuchen.

Natürlich ist der Harz auch im Winter ein reizvolles Reiseziel. Um Sie auch in der kalten Jahreszeit auf das Beste zu unterhalten, findet zum vierten Mal der Harzer KulturWinter statt. Es erwarten Sie geführte romantische Winterwanderungen, Märchenlesungen am Kachelofen, Brennereibesichtigungen, sagenumwobene Untertagewelten und vieles mehr…

Entdecken Sie den schönen Harz im gemütlichen Wanderschritt und erfreuen Sie sich an den zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Gemütliche Ferienwohnungen im Harz finden Sie ganz bestimmt auf dieser Internetseite!

Fotos: www.pixelio.de

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