Fahrradfahren am Bodensee

Rast am Bodensee Foto: © Rolf Handke/PIXELIO

Rast am Bodensee Foto: © Rolf Handke/PIXELIO

Die ersten Bäume werfen ihr Laub ab, die immer noch wärmende Sonne glitzert auf dem größten deutschen Binnengewässer – dem Bodensee.
Um diese Jahreszeit ist in dieser Urlaubsregion das Radeln Trumpf und die Voraussetzungen dafür sind vorzüglich.

Der bekannte Bodenseeradweg umrundet den See auf der gesamten Linie und ermöglicht einen unkomplizierten kleinen Grenzverkehr zwischen  Deutschland, Österreich und der schönen Schweiz.

160 km Bodenseeufer grenzen an Deutschland, 72 km an die Schweiz und 27 km an Österreich.

Der viel gerühmte Bodenseeradweg ist  ohne Einschränkungen rundherum befahrbar und ländertypische und traditionelle Besonderheiten, schon allein die unterschiedlichen kulinarischen Spezialitäten, machen diese Seeumrundung so reizvoll.
Natürlich ist nicht jeder Radfahrer so geübt, dass er die 259 km in einem Stück bewältigen kann oder will, es ist ja schließlich Urlaub, und sich über alle Maßen zu überfordern, ist schon aus diesem Grunde wenig sinnvoll.

Deshalb  kann der Bodensee-Radweg in beliebige Teilabschnitte unterteilt werden. Auch Abkürzungen mit den Schiffen der Bodenseeschifffahrt sind möglich, so dass zu einer angenehmen Pause an Deck gleichzeitig die Streckenlänge, sei es geplant oder ganz spontan, ein wenig reduziert werden kann.
Aber auch der Öffentliche Nahverkehr der Busse hilft  Ihnen indirekt bei der Streckenplanung, denn auch sie nehmen Radler gerne mit Drahtesel auf.
Auch das über die Grenzen verkehrende Netz der Bahn bietet Ihnen die Möglichkeiten Strecken zu verkürzen beziehungsweise an anderer Stelle kraftschonend fortzusetzen.
Die sich ergebenen Kombinationsmöglichkeiten sind im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos und gerade dieser Variantenreichtum zieht viele Freunde des Fahrradsports an den Bodensee.

Gerade zu dieser Zeit, wenn die Herbstsonne ihre immer noch recht milden Strahlen aussendet, macht das Radeln besonders Spaß.
Es ist weder zu warm noch zu kalt, so dass man sich bei der körperlichen Betätigung meist richtig wohlfühlt. Das Gelände ist überwiegend flach, man fährt vorbei an sonnenbeschienenen Rebhängen oder durch Obstplantagen, wo einem beim Anblick der reifen rotbäckigen Äpfel schon das Wasser im Munde zusammenläuft.

Eine besonders schöne Tour, bis in die Schweiz hinein, mit dem Startpunkt in der schönen Stadt Konstanz, ist  für den durchschnittlich trainierten Radfahrer und für Familien mit Kindern durchaus an einem Tag zu bewältigen.

Schon bald nach Konstanz gelangen sie völlig unkompliziert auf die schweizerische Seeseite in das Städtchen Kreuzlingen. Allerdings wollen die Eidgenossen die Ausweise sehen, also bitte nicht vergessen!
Kreuzlingen selbst ist auch ein wunderschönes Städtchen. Der Kreuzburger Seeburgpark ist eine 2,5 km lange Seeuferanlage, die mit vielen lauschigen Plätzchen eine erste kurze Rastmöglichkeit erlaubt. Der kleine Tierpark beherbergt Esel, Ziegen und Schafe und gerade Kinder freuen sich auf diese Begegnung denn streicheln und füttern mit artgerechter Nahrung ist durchaus erwünscht.
Zwei Schlösser, das Schloss Seeburg und das Schloss Giersberg, liegen bezaubernd in die Landschaft eingebettet und wenn man nicht noch eine ordentliche Strecke vor sich hätte, könnte man noch glatt das Seemuseum, das Puppenmuseum und das Napoleonmuseum anschauen.

Weiter geht es auf idealen asphaltierten Untergrund fast direkt am See entlang, Obstplantagen soweit das Auge blickt und kleine romantische Gehöfte säumen die flache Strecke.
Bald gelangen Sie nach Romanshorn, wo sie mit der Fähre in einer entspannten dreiviertel Stunde den See mit Ziel Friedrichshafen überqueren.
Die zweitgrößte Stadt am Bodensee beeindruckt mit ihrer längsten und zweifelsohne schönsten Uferpromenade und auch Technikfreunde werden in der “Zeppelins-Stadt” im gleichnamigen Museum bestens über den faszinierenden Meilenstein der Luftfahrt informiert.

Weiter geht es über die Städtchen Immenstaad, Hagnau und dann direkt am See entlang nach Meersburg. Die Altstadt, ihrer Schlösser und die majestätische Burg sind einen kurzen Aufenthalt wert bis Sie dann mit der Fähre zurück nach Konstanz gelangen.

52 km gilt es zurückzulegen, die Steigungen betragen ca. 120 m und bei lockeren 15 km/h ist die Strecke, exklusive Fährzeiten, in vier bis fünf Stunden zu bewältigen.
Natürlich können Sie auch die Blumeninsel Mainau via Schiff und dann mit dem Rad befahren denn vor allem die bunt leuchtenden Dahlienfelder sind zu dieser Jahreszeit eine wahre Augenweide!

Neben dem relativ einfachen Fahrgebiet rund um den See herum, gibt es natürlich noch unendlich viele Möglichkeiten für Abstecher in die umliegenden Alpen für sportlich ambitionierte Radfahrer, die sich und ihr Mountainbike mal so richtig an die Grenzen bringen möchten.

apfel

Apfelbaum/PIXELIO

Für Familien, Senioren und Menschen, die nebenbei auch gerne Sehenswürdigkeiten anschauen möchten, die sollten oben aufgeführte Rad-Schiff- Bus- und Bahn-kombinationsmöglichkeiten für sich entdecken und nutzen.

Übrigens werden in diesem Herbst 230.000 Tonnen  Äpfel aus der Bodenseeregion erwartet. Genießen Sie das erntefrische Obst vor Ort oder lassen Sie sich die daraus hergestellten Leckereien, wie zum Beispiel Apfeltorte oder Apfelstrudel, in den zahlreichen gemütlichen Cafes am See schmecken…

Viel Freude beim Radfahren am und um den Bodensee!

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Foto: www.pixelio.de

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