So speist man in Baden Württemberg

Spätzlepfanne, Foto: Daniela B./PIXELIO

Spätzlepfanne, Foto: Daniela B./PIXELIO

Wer sich mal kulinarisch so richtig verwöhnen lassen möchte, der sollte eine Reise durch Baden unternehmen.

52 Restaurants wurden bereits mit Michelin-Sternen dekoriert. Herrlichste Weine, von der Sonne verwöhnt, sind stilvolle Begleiter eines perfekten Menüs. Fein, und vor allem leicht, kommen die badischen Gerichte daher und eine gewisse Ähnlichkeit zur viel gerühmten französischen Küche ist unverkennbar.

Spitzenweine gedeihen am Neckar, rund um den Kaiserstuhl und in der Bodenseeregion, denn die besonders ausdauernde Sonnenbestrahlung und der gute Boden  in diesem Bundesland sorgen Jahr für Jahr für eine reiche und vor allem hochwertige Lese.

Hotels, Pensionen und viele toll gelegene Ferienwohnungen in Baden-Württemberg bieten dem Urlaubsgast schöne Domizile auf Zeit, so dass sich die Erholung zumeist sehr bald einstellt.

Köstlich aber eher bodenständig wird im Schwabenland gekocht. Hier geben die Maultaschen den Ton an und gelten als „Nationalgericht“. Angeblich haben dieses Gericht der Legende nach die Mönche von einst erfunden, um in der Fastenzeit unauffällig in der Teigummantelung das Fleisch zu verstecken, wie raffiniert! Maultaschen werden in Brühe schwimmend oder angebraten mit gerösteten Zwiebeln und frischem Salat serviert. Vegetarier lieben Maultauschen übrigens mit einer Spinatfüllung!

Aber was wäre die schwäbische Küche ohne die berühmten Spätzle? Jeder Hobby-Koch, der etwas auf sich hält, greift natürlich nicht zum fertigen Produkt aus dem Supermarkt, sondern schabt diese verdammt leckere Beilage selbst und zwar mit Hilfe des „Spätzlebrettes“. Aber auch die berühmten Käsespätzle, die als sättigende Mahlzeit ohne Fleisch daherkommen, sind eine beliebte schwäbische Spezialität.

Fans einer wärmenden Suppe werden an folgenden Kreationen ihre Freude finden:  Die bekannte Flädlesuppe (Pfannkuchen werden  in feine Streifen gerissen und dienen so als sättigende Einlage)  findet man auf jeder Speisekarte. Die Bärlauchsuppe, die Sauerampfersuppe und das Schneckensüpple (ja, es sind welche drin…) sind ebenfalls beliebte Vorspeisen.

Der am weitesten verbreitete Eintopf ist der Gaisburger Marsch: Gemüse, Kartoffeln, Spätzle und Rindfleisch vereinigen sich zu einem wahrlich herzhaften sättigenden Gericht.

Ist die Mahlzeit dann doch einmal zu üppig ausgefallen, dann fließt schon einmal ein Zierbärtle durch badische Kehlen. Ein Obstbrand aus wilden Bergpflaumen mit Marzipanaroma, geerntet in den mittleren Lagen des Schwarzwalds, ist er auch ein beliebtes Souvenir für daheim.

Apropos Schwarzwald: der Schwarzwälder Schinken darf natürlich auf keiner kalten Platte fehlen. Gewürzt mit Knoblauch, Koriander, Pfeffer und Wacholder wird er über frischen Tannen- und Fichtenholz geräuchert, wobei auch diese typische schwarzbraune Schwarte entsteht.

Josef Türk Jun./PIXELIO

Josef Türk Jun./PIXELIO

Über die Grenzen hinaus bekannt ist natürlich die Schwarzwälder Kirschtorte die schon so manch Festtagstisch zierte. Viel Sahne, Kirschwasser, natürlich Kirschen und Schokostreusel werden geschickt zusammen mit den schokoladig aromatisierten Biskuitböden geschichtet. Diese Torte gilt als typisch deutsche Torte und ist international enorm bekannt und wird seit den dreißiger Jahren mit Leidenschaft gebacken.

Wer sich einmal auf ein gewagtes Experiment einlassen möchte, der sollte Essigpralinen probieren. Überall in den Konfiserien werden Sie auf diese baden-württembergische Spezialität treffen und wer weiß, vielleicht entdeckt man ja mal ganz neue Gaumenfreuden…

Fotos: www.pixelio.de

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