Das Seebad Koserow auf Usedom

Blick vom 60 Meter hohen Streckelsberg

Ausblick vom Streckelsberg, Foto: Ingrid Ruthe/PIXELIO

1500 Einwohner zählt das hübsche Seebad zwischen Ückeritz und Zempin, das sich an die landschaftlich so attraktiven Ausläufer des 60 m hohen Streckelsberg schmiegt.

Der Strand von Koserow reflektiert gekonnt das Sonnenlicht, so dass er fast weiß anmutet. Auf ihm verteilen sich in der Saison gepflegte hellblaue Strandkörbe, die von Familien und Paaren gerne in Beschlag genommen werden.

Spiel, Spaß und auf keinen Fall Langeweile sind das Motto zur warmen Jahreszeit, denn angeblich scheint in Koserow die Sonne auf der ganzen Insel am ausdauerndsten. Eine 2,50 m breite 261 m lange Seebrücke erlaubt Spaziergänge trockenen Fußes über die Ostsee und bietet auf dem Weg zurück einen weiten Blick auf die Koserower Promenade.

Durchaus eine Besichtigung wert sind die ehemaligen Salzhäuser unweit der Seebrücke. Damals dienten Sie zur Lagerung des Salzes um die gefischten Heringe durch Einlegen in selbiges haltbar zu machen. Unmittelbar an der Seebrücke gelegen, beherbergen sie heute ein kleines Museum und, Vorsicht Junggesellen: Ein kleines aber feines Standesamt. Bis zu acht Gäste dürfen der Trauung beiwohnen, da ist Romantik garantiert oder?

1878 wurde in Koserow übrigens die erste Pension errichtet, um Sommerfrischlern ein Heim in der Ferne anbieten zu können. Heutzutage findet man attraktive Ferienwohnungen in Koserow fast an jeder Ecke, die natürlich in den Sommerferien fast lückenlos ausgebucht sein dürften.

Familienurlaub in Koserow ist aber auch in der Nebensaison sehr beliebt. Schon bald werden sich die durch Schnee und Eis noch arg strapazierten Wiesen in ein Blütenmeer aus Leberblümchen und etwas später aus leuchtenden Anemonen verwandeln. Der im Jahre 1818 aufgeforstete Streckelsberg lädt zu ausgiebigen Wanderungen durch einen dichten Buchenwald ein. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf das Meer und ist die Sicht besonders klar, kann man in westlicher Richtung sogar die Halbinsel Mönchgut der Insel Rügen und die polnische Insel Wollin mit der Stadt Misdroy erkennen.

Achterwasser oder tosende Ostsee, dazwischen liegen bei Koserow keine langen Wege, denn hier befindet sich die schmalste Stelle der Insel, so dass man innerhalb kürzester Zeit unterschiedlichste Eindrücke  erfahren kann. Ein unschätzbarer Vorteil für abwechslungsreiche Ferien. Das eingedeichte Achterwasser bietet ideale Voraussetzungen für Spaziergänge mit Aussicht. Das Fernglas sollte bei derartigen Ausflügen stets ihr Begleiter sein, denn viele Vögel finden auf den fruchtbaren Salzwiesen ihren optimalen Lebensraum und lassen sich beim Fischfang prima beobachten.

Aber auch Angler und Segler bevorzugen die Seite am Achterwasser.  Stege und ruhige Gräben erlauben erholsame Angelstunden. Besorgen sie sich am besten einen Touristenfischereischein. 28 Tage lang dürfen Petrijünger mit diesem Dokument in vielen Gewässern Usedoms ihr Angelglück versuchen, vorausgesetzt sie besitzen grundsätzlich einen gültigen Angelschein.

Veranstaltungen gibt es in Koserow vor allem in der Hauptsaison jede Menge, wobei sich das erste Highlight bereits im Frühjahr ankündigt.

Vom 24.4. bis zum 30.4. dreht sich alles um das Gold des Meeres, denn die Usedomer Bernsteinwoche hält Einzug.

Bernstein mit Einswchluss, Foto: wnw /PIXELIO

Bernstein mit Einschluss, Foto: wnw /PIXELIO

Gemeinsame Strandwanderungen, wobei der Kopf möglichst das angeschwemmte Strandgut immer im Blick haben sollte, kindgerechte Veranstaltungen mit der durchaus netten Bernsteinhexe und die Wahl der schönsten Bernsteinprinzessin sind nur einige Programmpunkte, die Bernsteinfans ganz bestimmt interessieren dürften. Natürlich kann der Schmuck, der aufgrund seiner langen Entstehungszeit so viel erzählen könnte, auch käuflich auf einer Messe erworben werden.

Ein Urlaub auf Usedom im Allgemeinen und in Koserow im Speziellen wird sie ganz bestimmt begeistern, wir wünschen schon jetzt erholsame Ferien!

Fotos: www.pixelio.de

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