Ein Wochenende in Hamburg

Die Landungsbrücken im Hamburger Hafen

Die Landungsbrücken im Hamburger Hafen

Städtereisen sind so aktuell wie schon lange nicht mehr. Gerade im Sommer, wenn die  Cafés, Restaurants und Kneipen die Straßen mit allerlei Gestühl dekorieren und man das pulsierende Leben so richtig hautnah erleben kann, gewinnt jede Stadt deutlich an Reiz.

Jung, dynamisch, hipp und auch ein wenig alternativ- das Schanzenviertel in Hamburg ist ein Viertel, das dem bekannten und berüchtigten Kreuzberg in Berlin sehr nahe kommt. Prächtig sanierte Altbauten geben diesem Viertel ihr Gesicht: Kleine Geschäfte, wo man alles findet außer langweiligen Mainstream, reihen sich aneinander, dazwischen Bistros, Cafés und Biergärten, wo sich vorwiegend das jüngere Publikum austauscht und sich vom Bummeln erholt. Hip-Hop- und Skaterläden buhlen um Kundschaft und in den kleinen, gut sortierten Plattenläden findet so manch einer seine Lieblingsmusik auf Vinyl gepresst. Ausgesprochen witzige Geschenkideen und originelle Mitbringsel – im Schanzenviertel ist die Chance groß fündig zu werden!

Gediegener, aber nicht minder schön präsentiert sich die Gegend rund um die Außenalster. Entspannung an den grünen Ufern ist insbesondere in den Nachmittagsstunden angesagt. Dabei kann man Kleinboote und Segler beobachten, die aufgrund der oftmals schwierigen Windverhältnisse sehr ungewöhnliche Manöver fahren. Oder man begibt sich selbst auf eines der vielen Fahrgastschiffe, das Angebot an Ausfahrten ist groß: Alster-Rundfahrten, Kreuz-, Fleet-, Kanal-, Vierlandefahrten oder romantische „Dämmertörns“ kann man auf den Aufstellern an den Stegen lesen. Da fällt die Entscheidung nicht leicht, schön sind sie alle…Die Terrassen an der Außenalster der vielen gastronomischen Betriebe wissen, was ihre Gäste im Sommer bevorzugen. Strandkörbe und Liegestühle laden zum Träumen und längeren Verweilen ein.

Ein weiteres Muss für jeden Besuch der Elbmetropole ist die Erkundung des zweitgrößten Umschlag-Hafen Europas. Am Besten gelingt das bei einer Hafenrundfahrt, die die immense Größe dieser Sehenswürdigkeit eindrucksvoll vermittelt. Danach sollte man sich unbedingt die Beine auf den Landungsbrücken vertreten. Ein Spaziergang zwischen Niederhafen und Fischmarkt auf dem sogenannten „Wasserbahnhof“ ist ein Genuss; auf dem 688 Meter langen schwimmenden Steg packt einen mit Blick auf die Schiffe unweigerlich das Fernweh. Am Wochenende ist das Flair an diesem Ort ganz besonders schön, sowohl Touristen als auch  Hamburger treffen sich an diesem Ort immer wieder gerne, um maritimes Flair zu atmen und um in den toll gelegenen Fischrestaurants den frischen Fang zu genießen.

Des Abends geht man in Hamburg gerne aus. Die wohl bekannteste Musicalstadt Deutschlands wartet parallel mit gleich drei Aufführungen auf:  König der Löwen, Sister Act und Tarzan begeistern tagein, tagaus ihre Fans. Danach könnte noch der ein oder andere Absacker im Vergnügungsviertel St. Pauli durch die Kehle rinnen, das mit seinen zahlreichen Kneipen und Bars ein Eldorado für Liebhaber des ausgiebigen Nachtlebens darstellt. Hier ist der Ton rau aber herzlich, hier trifft sich vorrangig die Szene und auch das Stadion des gleichnamigen legendären Zweitligaclubs ist nicht weit.

Eine Städtereise nach Hamburg ist immer wieder ein schönes Erlebnis, übrigens kann man von der Landungsbrücke neun mit dem Halunder-Jet auch prima nach Helgoland reisen. Aufgrund der tollen Ausstattung des Schiffes und der schönen Strecke, zunächst entlang der Elbwiesen, ist diese Art der Anreise unbedingt empfehlenswert.

 

 

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