Granada – Schmelztiegel der Kulturen

Festung der Alhambra

Festung der Alhambra

Die Stadt Granada im Herzen Andalusiens erstreckt sich zu Füßen des Gebirgsmassivs der Sierra Nevada und ist durch den Pass „Suspiro del Moro“ mit dem Mittelmeer verbunden. Als letzte Zufluchtsstätte der Moslems auf der iberischen Halbinsel war die Stadt seit jeher ein Treffpunkt verschiedener Zivilisationen und Kulturen. Bei einem Besuch der Stadt ist das noch heute deutlich spürbar.

Das Wirken der unterschiedlichen Kulturen ist vor allem durch die baulichen Hinterlassenschaften sichtbar. Die Stadt besteht aus einem bunten Gemisch verschiedener Baustile wie Mudejarstil, Gotik, Renaissance oder Barock. In diesem beispiellosen Architektur-Mix findet man die beeindruckenden maurischen Festungen in direkter Nachbarschaft zu Moscheen, Zisternen, Kirchen und Klöstern.

Palaststadt Alhambra

Das bekannteste kulturelle Erbe ist die Palaststadt „Alhambra“, deren Ursprünge bereits auf das 9. Jahrhundert zurückgehen. Im Laufe der Zeit wurde die Anlage von den Nasriden immer weiter ausgebaut und Stück für Stück in einen beeindruckenden Palast verwandelt. Innerhalb der Alhambra befinden sich arabische Paläste wie der Comares mit dem Myrtenhof sowie dem Saal der Gesandten mit einer Decke aus herrlichen Holzschnitzereien. Ein weiteres architektonisches Highlight innerhalb der Anlage ist der Löwenhof mit dem berühmten Innenhof, der ein beliebtes Motiv für Postkarten ist. Des Weiteren laden hier beeindruckende Räumlichkeiten wie der Saal der Abencerrajes, der Saal der zwei Schwestern sowie der Königssaal zu einer Besichtigung ein.

Sehr sehenswert sind auch die Gärten des Generalife, die die arabischen Herrscher gegenüber vom Berghang der Palastanlage anlegen ließen. Erkennbar an zahlreichen verspielten Brunnen und Kanälen, steht hier vor allem Wasser im Vordergrund. Deutlich spürbar sind das Feingefühl sowie die besondere Sensibilität, die beim Bau angewandt wurden und die Anlage zu einem Tempel der Erholung und der Zerstreuung machen. Im Jahr 1984 wurde die gesamte Anlage schließlich zum Weltkulturerbe erklärt.

Arabische Basare umgeben von christlicher Architektur

Das Stadtzentrum von Granada ist im Gegensatz zur Alhambra ein Erbe des Christentums, was vor allem den katholischen Königen zu verdanken ist, die hier monumentale Gebäude wie die Kathedrale und die Königskapelle errichten ließen. Die Kathedrale von Granada wurde im Jahr 1704 nach über 200-jähriger Bauzeit fertig gestellt und gilt als erste spanische Renaissance-Kirche. Die Vorderfront der Kirche ist besonders sehenswert, sie ist ein barockes Meisterwerk des Künstlers Alonso Cano und wurde im Jahr 1667 ausgearbeitet.

Direkt neben der Kathedrale befindet sich die spätgotische Königskapelle als letzte Ruhestätte der sterblichen Überreste der Katholischen Könige. Die Highlights im Inneren sind das prächtige von Bartholomé de Jaén angefertigte Gitter im Platereskenstil, der im gotischen Stil gehaltene Hochaltar aus dem Jahre 1522 sowie die aus Carrara-Marmor gehauenen Königsgräber.

In direkter Nachbarschaft befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie der Madraza-Palast und der Palast des Erzbischofs. Von hier aus ist es ebenfalls nur ein Katzensprung bis zur Plaza de la Bib Rambla, dem geschäftlichen Zentrum Granadas mit zahlreichen Bars, Terrassen, Blumenständen sowie weiteren Läden aller Art. Der hier ansässige Basar Alcaicería ist eine originalgetreue Nachbildung des ursprünglichen Marktes und erweckt auf beeindruckende Weise die ehemaligen Handelsaktivitäten des arabischen Granadas zu neuem Leben. Angeboten werden vor allem die für die Nasriden typische Seide sowie Schmuck, Keramik, Korbwaren sowie Einlegearbeiten.

Die alljährlichen Highlights sind das Tango-Festival im März, das Internationale Musik- und Tanzfestival von Juni bis Juli sowie das Internationale Jazzfestival im November.

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