Cluburlaub

Obwohl man natürlich auch mit seinem eigenen, wie auch immer gearteten „Club“ einen Urlaub jeglicher Couleur machen kann, bezieht sich der Ausdruck Cluburlaub doch auf eine andere und touristisch recht genau definierte Art und Weise seine Ferien zu verbringen. Das noch recht junge und erst in den 1950er Jahren erfundene Konzept besteht im Wesentlichen darin, dass Urlauber während der gesamten Dauer ihres Aufenthaltes in einer bestimmten Ferienanlage untergebracht sind, und diese aufgrund der meist im Reisepreis inbegriffenen Vollpension und des umfassenden Angebots an dortigen Freizeitmöglichkeiten wie z.B. Sport, Fitness, Wellness, Hobbykurse, Unterhaltung, Kinderbetreuung, Abendshows, Vorträge und je nach Schwerpunkt vielem mehr zumindest theoretisch nicht verlassen müssen.

Auch Ausflüge in umliegende Regionen und zu Sehenswürdigkeiten bucht man meist direkt in den Clubanlagen, die häufig jeweils nach gewissen thematischen Kriterien ausgerichtet und baulich gestaltet sind. So gibt es etwa spezielle Clubs für die Bedürfnisse von Familien mit Kindern, die von Sportlern aller möglichen Sportarten, sowie die von Senioren, Singles und Pärchen. Charakteristisch für fast alle Clubanlagen ist ein stark ausgeprägtes Freizeit- und Unterhaltungsangebot für die Gäste, welches zumeist von den für Cluburlaub typischen Animateuren präsentiert und gestaltet wird. Neben der somit bezweckten Maxime möglichst keine Langeweile bei den Urlaubern aufkommen zu lassen, dienen deren Aktivitäten vor allem dem Kennenlernen der Clubgäste untereinander, weswegen sich Cluburlaub primär für Geselligkeit schätzende Reisende eignet.

Viele diesbezügliche Anlagen liegen gemäß ihrem dortigen Ursprung am Mittelmeer und oft in landschaftlich besonders malerischen Gegenden. Sie sind in ihrer Bauweise an der lokalen Architektur angelehnt sowie häufig wie ein Dorf mit zentralen Plätzen und Treffpunkten angelegt, welche die Kommunikationsbereitschaft und das Gemeinschaftsgefühl der Urlauber untereinander fördern soll.