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Aveiro: Zu Besuch im Venedig Portugals

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Jugendstilpracht in farbenfroher Umgebung

Es ist diese Leichtigkeit, die sprichwörtliche südländische Lebensfreude, die in der Luft zu liegen scheint: Aveiro hat seine ganz eigene Strahlkraft, die einen Vergleich mit dem Touristenmagnet Venedig keineswegs scheuen muss. Die moderne portugiesische Universitätsstadt ist geprägt von ihren Kanälen mit den traditionell bunten Booten, von schmucken Jugendstilvillen und geschichtsträchtigen Kirchen. Natürlich ist hier alles eine Nummer kleiner als in der italienischen Metropole, aber genau darin begründet sich der Charme des Ortes an der atlantischen Westküste.

Jugendstil
Entdeckungtour auf dem Kanal Foto © Friedberg/stock.adobe.com

Den Beinamen „Venedig Portugals“ verdankt Aveiro den drei Kanälen, die sich durch das Zentrum schlängeln und natürlich den reich verzierten Booten, die darauf treiben. Die farbenfrohen Kähne heißen - trotz ähnlicher Anmutung - jedoch nicht Gondeln, sondern Moliceiros. In früheren Zeiten dienten sie den Fischern als Hilfe bei der Ernte von Seetang oder beim Transport von Weinfässern. Heute erfüllen sie beinahe ausschließlich touristische Zwecke. Entspannt lassen sich so die beeindruckenden Jugendstilfassaden vom Wasser aus betrachten.

Für eine Entdeckungstour auf festem Grund stehen die „bugas“ an Land bereit: Die Fahrräder werden zur allgemeinen Benutzung kostenlos von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt und machen die Stadt auch für fußmüde Besucher attraktiv. Beliebter Fotospot in der Innenstadt ist der historische Bahnhof. Seine blau-weißen Azulejos-Kacheln sind ein typisches Motiv, das in keinem Album fehlen darf. Die bekannteste Attraktion des Ortes ist die ehemalige Klosteranlage Mosteiro de Jesus, deren berühmteste Bewohnerin – die „Heilige Prinzessin Johanna“ (1452 – 1490) – wird im Museu de Aveiro mit einem prunkvollen Grabmal geehrt. Ebenfalls dort zu besichtigen ist die Kirche Igreja de Jesus mit ihren vergoldeten Schnitzereien im Innenraum.

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Ausflug an die Promenade der Costa Nova © Julia Lavrinenko/stock.adobe.com

Das bloße Bummeln durch die Stadt wird alle Liebhaber des Jugendstils begeistern. An jeder Ecke finden sich bewundernswerte Fassaden mit klassischen Verzierungen, da lohnt sich ein genauer Blick. Im einem der schönsten Gebäude jener Zeit ist das Museu de Arte Nova untergebracht. Nach einem Besuch empfiehlt sich unbedingt eine Einkehr im hauseigenen Teehaus: Ein besonders entspannter Ort mit eindrucksvollem Ambiente. Vielleicht naschen sie vor Ort die Spezialität der Stadt, die „ovos moles“ (weiche Eier): Eine gehaltvolle Süßspeise überwiegend aus Zucker und Eigelb bestehend, welche mit von einem Oblatenmantel umhüllt wird.

Da Aveiro nicht unmittelbar an der atlantischen Küste liegt, lohnt sich für Sonnenanbeter ein Ausflug an die rund sieben Kilometer entfernte Costa Nova. Die Strände dort sind noch nicht überlaufen und die Promenaden der Fischerorte laden ein mit ihren leuchtend bunten Holzhäusern. Ganz in der Nähe befindet sich auch der rot-weiß gestreifte Leuchtturm Farol da Barra. Mit seinen 60 Metern ist er der höchste an der portugiesischen Küste. Zu seiner Plattform führt eine Wendelwendel mit mehr als 270 Stufen. Ein Aufstieg, der sich lohnt, denn aus luftiger Höhe lässt sich der Ausblick auf den wilden Atlantik erst richtig genießen.

Wem das noch nicht genügend Ausflugsziele in der Nähe sind, begibt sich auf eine Reise ins 70 Kilometer entfernte Porto, der Barockstadt Portugals. Aber davon erzählen wir in einer anderen Geschichte …

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