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Procida: Italiens bunter Inseltraum

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Ischias kleine Schwester ist Kulturhauptstadt 2022

So bunt und quirlig wie wir den Süden lieben: Mit Italiens Kulturhauptstadt 2022 - Procida - steht erstmals eine Insel im Rampenlicht des Stiefelstaates. Knalliges Gelb, leuchtendes Orange, wässriges Hellblau, sanftes Mintgrün: Bereits bei der Anreise leuchten die malerischen Häuschen von den Felshängen in allen erdenklichen Bonbonfarben. Meeresrauschen paart sich mit lautstarken Wortfetzen und dem Geknatter der Motorroller, dazu der einladende Duft knusprig gebratener Fische und aromatischer Zitronen. Dieses kleine Eiland entdecken, heißt mit allen Sinnen genießen.

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Fischerboote im Hafen der Insel © Freesurf/stock.adobe.com

Procida… Sie haben den Namen noch nie gehört? Kein Wunder, denn die Insel misst gerade einmal 4 km². Die Überfahrt von der großen und bekannten Schwester Ischia dauert lediglich eine Viertelstunde und die Bootsfahrt von Neapel beträgt 45 Minuten. Anders als in diesen bekannten und beliebten Metropolen tummeln sich bislang nur wenige Touristen in dem Labyrinth aus engen Gassen. Es sind die Einheimischen selbst, die für den Trubel sorgen. Rund 10.000 Anwohner leben hier und machen sie somit zur dichtbesiedelsten Mittelmeerinsel, die sich jedoch ihre Ursprünglichkeit in allen Facetten erhalten hat.

Das bunte Farbenmeer der Fassaden sollte es zunächst den Seemännern ermöglichen, ihre Häuser bereits vom Wasser aus zu erkennen. Heute scheint es ein einladendes Willkommen aller Besucher und ein Abbild der Freundlichkeit der Bewohner. Ganz ohne Ziel schlendert es sich am besten durch die pittoreske Altstadt. Am Ende einer jeden Tour landet man ohnehin stets am Wasser und genießt das Flair der rustikalen Fischerboote am Kai.

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Die leuchtenden Hausfassaden Procidas © dudlajzov/stock.adobe.com

Wer sich auf die Suche nach touristischen Highlights begibt, sollte „Terra Murrata“ ansteuern. Mit seinen überschaubaren 91 Metern ist er die höchste Erhebung der Gegend und garantiert dennoch einen spektakulären Ausblick auf den malerischen Hafen und die verschachtelten, farbenfrohe Häuser. Auf der Ausflugsliste steht ebenfalls der Palazzo d’Avalos. Das ehemals herrschaftliche Renaissancegebäude wurde in von 1830 bis 1988 als Gefängnis genutzt, bei Anmeldung steht einer Besichtigung des heute leer stehenden Gebäudes nichts im Wege.

Durch eine schmale Steinbrücke mit Procida verbunden ist Vivara: Die unbewohnte Miniinsel gilt als echtes Paradies für Flora und Fauna. Als ausgewiesenes Naturschutzgebiet darf das Gebiet ausschließlich per pedes erkundet werden.

Selbstverständlich ist die Idylle auch von der Filmindustrie nicht unentdeckt geblieben: Gleich fünfmal wurde die italienische Produktion „Der Postmann“ 1996 für den Oscar nominiert und bekam die Auszeichnung schließlich für die beste Filmmusik. 1999 hielt sogar die erste Garde Hollywoods Einzug: Durch die Arbeiten an „Der talentierte Mr. Ripley“ waren u.a. Matt Damon, Jude Law und Gwyneth Paltrow zu Gast.

Sie möchten die kleine Insel Procida erkunden? Hier finden Sie Unterkünfte in der Nähe:

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