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Dem Bauhaus auf der Spur

30.09.2021

Wo modernes Design und Architektur ihre Heimat haben

Mit einer Teekanne auf dem Flohmarkt fing es vor vielen Jahren an: So ein Design hatte ich noch nie gesehen. Aus meiner Sicht war es einfach topmodern – edel und funktional. Ich war flugs infiziert mit dem Bauhausvirus. Dass seine Geschichte bereits 1919 begonnen hat, das wusste ich damals freilich nicht. Doch die Faszination für diese Mischung aus Kunst, Handwerk und Architektur hat mich seitdem nicht mehr verlassen. Eine Stippvisite quer durch die Republik führt zu einigen der bedeutendsten Orte, die für diese Epoche stehen.

Weimar: Der Ort, an dem alles begann: Walter Gropius gründete die später so erfolgreiche Kunstschule in Weimar: Die Bauhaus-Universität Weimar. Ein Sammelbecken großer Namen der Avantgarde und ein wesentlicher Grundstein der Klassischen Moderne. Die Lehrgebäude beherbergen heute unterschiedliche Fakultäten der Universität. Dort ist im ersten Stock das zwischenzeitlich rekonstruierte Gropius Direktorenzimmer zu bestaunen. Eine begehbare Annäherung stellt der Gropius-Zimmer-Pavillon auf dem Campus dar. Als Ort der Begegnung und Diskussion wiederum dient das neue Bauhaus-Museum, zudem zeigt es die älteste Sammlung vorhandener Objekte. Weiteres Highlight: Das Haus am Horn demonstrierte schon 1923, wie zeitgemäßes Bauen und Wohnen aussehen kann. Alle Räume sind begehbar und vermitteln anschaulich einen Eindruck der Ideenvielfalt ihrer Erbauer.

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Dessau: Die zweite Station der Bauhäusler © Claudio Divizia/stock.adobe.com

Dessau: Nur sechs Jahre nach der Gründung zog das Bauhaus nach Dessau. Der legendäre „Freischwinger“-Stuhl – entworfen von Mies van der Rohe, weiterentwickelt von Marcel Breuer – trat seinen Siegeszug an und hielt Einzug in unzählige Wohnungen und Büros. Er zählt zu den mehr als 1000 Exponaten, die im Bauhaus Museum zu bewundern sind. Hier in Sachsen-Anhalt befinden sich auch die meisten Gebäude jener Tage. Ein 17 Kilometer langer Radwanderweg verbindet alle Baudenkmäler. Besonders prägnant sind die zur Besichtigung stehenden Meisterhäuser: Dort haben einst Walter Gropius, Oskar Schlemmer, Georg Muche, László Moholy-Nagy, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und Paul Klee zusammen mit ihren Familien gewohnt.

Berlin: Aufgrund der politischen Situation zog das Bauhaus 1932 erneut um: In den Stadtteil Lankwitz nach Berlin, und wurde dort als private Schule weitergeführt. Doch die Repressionen wurden nicht weniger. Es folgte die Selbstauflösung ein Jahr später. Viele Mitglieder mussten emigrieren und trugen so ihre innovativen Ideen in die Welt hinaus. Heute findet sich am Landwehrkanal das Bauhaus Archiv und ein Museum für Gestaltung mit der weltweit größten Sammlung zum Thema. Wer einen Blick auf die Architektur der Zeit werfen möchte, dem bieten sich unterschiedliche Führungen und Bustouren. 

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Die Stuttgarter Weißenhofsiedlung © crimson/stock.adobe.com

Alfeld: Fachwerkromantik und moderne Architektur scheinen auf den ersten Blick so gar nicht zusammenzupassen. Alfeld in Niedersachsen beweist das Gegenteil:. Das Gebäude der Fagus-Werke zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe der Bauhausära. Architekt Gropius baute den Komplex bereits 1911 - vor Gründung seiner Schule. Es ist die weltweit einzige Erbstätte, die noch heute in vollem Betrieb ist. Besucher sind dennoch erwünscht. Auf sie wartet eine Entdeckungsreise quer durch die Geschichte von Produktion und Baukunst.

Stuttgart:  Ein Ausflugsziel im Süden Deutschlands: In gerade einmal 21 Wochen entstand in Stuttgart die Weißenhofsiedlung nach Plänen von Mies van der Rohe. 63 Wohnungen in 21 Häusern wurden dabei geschaffen. Während die meisten Unterkünfte heute privat genutzt werden, dient das Doppelhaus von Le Corbusier als Museum. Eine Hälfte dokumentiert die Entstehung der Siedlung, die andere vermittelt das „echte“ Wohngefühl des Bauhausgedanken. Grundriss, Möbel und Farbgebung orientieren sich an historischen Quellen. 

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Catrin Junker