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Bierseeligkeit: Brauereien öffnen ihre Pforten

21.10.2021

Ein genauer Blick auf unser Nationalgetränk

Wein ist für uns immer noch neumodischer Kram. Ein wenig versnobt, der kommt höchstens mal an Feiertagen auf den Tisch. In meiner ursprünglichen Heimat Ostwestfalen greifen wir zum Bier. Bei uns reifen halt auch keine Rebstöcke, das gibt der derbe Ackerboden einfach nicht her. Ob in lockerer Runde oder um den Feierabend einzuläuten, der Gerstensaft ist unsere unumstrittene Nummer Eins. Was liegt da näher, als auch im Urlaub nach einer zünftigen Brauerei Ausschau zu halten? Fünf Häuser stelle ich einmal näher vor. Sie erlauben alle einen Blick hinter die Kulissen und bieten selbstverständlich auch eine kleine Kostprobe.

Brauerei_Kloster_Weltenburg
Die älteste Klosterbrauerei der Welt © Visions-AD/stock.adobe.com

Klosterbrauerei Weltenburg: Die älteste Klosterbrauerei der Welt liegt im Donautal. Seit beinahe tausend Jahren wird im niederbayerischen Kelheim Bier gebraut. Bereits um 1050 entdeckten iro-schottische Wandermönche den Ort für sich und wurden ansässig. Heute gehört die Anlage zum Benediktinerorden. Besucherzentrum und Führungen verweisen auf die Vergangenheit, ohne jedoch die Gegenwart zu vernachlässigen, denn auch mit neuen Kreationen können die Weltenburger aufwarten. Im 40 Meter tiefen Felsenkeller des Gemäuers lagert und reift die Produktion. Wer den Weg ans Tageslicht gefunden hat, nimmt in der malerischen Klosterschenke Platz und stärkt sich mit einem der preisgekrönten Biere.

Camba Bavaria Brauerei: Modern geht es zu in der Camba Brauerei, wobei der Name einen traditionellen Hintergrund hat: Er bezeichnete früher den Klosterraum, in dem gebacken und gebraut wurde. Die Kombination beider Gewerke wird auch hier im kleinen Ort Seeon betrieben. Neben Klassikern wie Helles und Weizenbier kommen Spezialitäten auf den Markt, die im Holzfass reifen. Passend dazu: Die „Brauereikruste“ – ein Dinkelbrot, das selbstverständlich mit den eigenen Erzeugnissen verfeinert wird. Rundgänge in der Produktionsstätte am Chiemsee sind ganz ohne Voranmeldung auf eigene Faust möglich. Für alle die, die den Gang lieber themenorientiert und mit Begleitung unternehmen möchten, stehen mit Anmeldung drei weitere Touren zur Auswahl. 

Einbecker Brauhaus: „Der beste Trank, den einer kennt, der wird Einbecker Bier genennt“: Mit diesem Spruch soll sich Martin Luther 1521 als prominentester Fan der Niedersachsen geoutet und anlässlich seiner Hochzeit gleich mehrere Fässer geordert haben. Die Tradition des Brauens reicht jedoch viel weiter zurück. Eine Urkunde belegt, seit 1378 ist Einbecker Bier bekannt. Jeder Bürger des Ortes durfte sein eigens Gesöff fertigen. Immerhin 700 Brauherren sind für das 14. Jahrhundert verzeichnet. Die Einbecker dürfen sich zudem Erfinder des Bockbiers nennen. Als Luxusware wurde das kräftige Obergärige im Mittelalter bis nach Italien exportiert. Da gibt es zahlreiche Anekdoten zu berichten, so dass die rund dreistündige Betriebstour garantiert nicht langweilig wird. 

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Frauenpower bei der Privat-Brauerei © Strate

Privat-Brauerei Strate: In Detmold ploppt‘s: Fast alle Biere kommen in einer Bügelflasche daher, die beim geräuschvollen Öffnen Vorfreude weckt. Der Firmensitz befindet sich fest in Frauenhand. Mutter Renate kümmert sich um das Management, Tochter Simone um die kaufmännische Leitung und Tochter Friederike steht als Braumeisterin zeitgleich in der Verantwortung für Vertrieb und Marketing. Sie sind die fünfte Generation, die sich der Bierherstellung verschrieben hat. Weil ihnen ihr Handwerk nicht nur im Blut, sondern auch am Herzen liegt, gründeten sie eine Genuss-Akademie. In dieser „Stratosphäre“ finden nach Führungen Verkostungen und Themenveranstaltungen statt. Ein Spaziergang durch die üppige Gartenanlage ist ebenfalls empfehlenswert. 

Ehinger Berg Brauerei: Stolze neun Generationen pflegt Familie Zimmermann ihr Handwerk. Seit 1757 werden hier an der Donau verschiedenste Biersorten hergestellt. Die Methode ist eine aufwendige und außergewöhnliche: Die Gärung erfolgt ausschließlich in offenen Bottichen. Neben der Besichtigung bietet die Brauerei Kurse zur Herstellung des Gerstensafts. Frei nach dem Motto „Heute back ich, heute brau ich“ besteht zudem die Gelegenheit, eigenes Brot zu backen und von einem Sommelier in die Geheimnisse der Handwerkskunst eingeführt zu werden. In Ehingen scheint sich ohnehin alles um den Gerstensaft zu drehen. So liegen ein 14 Kilometer langer Wanderweg und eine 2-Tages-Radtour direkt vor der Haustür und verbinden mehrere Betriebe miteinander. 

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Catrin Junker