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Chioggia: Venedigs schöne Schwester

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Lagunenstadt mit Badestrand

Zugegeben, die Sehenswürdigkeiten Chioggias scheinen namenlos: Kein Taubenmeer auf dem berühmten Markusplatz, kein Bellini in Harry‘s Bar und kein Schlangestehen am Dogenpalast. Und genau das macht den Reiz der charmanten Lagunenstadt aus. Hier trifft man noch Einheimische, sieht man hart arbeitende Fischer und bleibt weitestgehend vom Nepp der Touristenjäger verschont. Die Entfernung zur oftmals überfüllten Metropole beträgt Luftlinie gerade einmal 25 Kilometer, auf dem Landweg sind es etwa 50 und somit bewahrt sich das Städtchen seinen liebenswerten Charakter.

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Der Canale Veno © stevanzz/stock.adobe.com

Was für Venedig der Canale Grande, ist für Chioggia der Canale Vena. Die Wasserstraße prägt das pittoreske Bild und wird von neun malerischen Brücken überspannt. Die eindrucksvollste unter ihnen ist sicherlich die Ponte Vigo, bewacht von steinernen Löwen aus Istrien. Wenn der Abend erwacht, beginnt in Italien das Leben. Der Corso del Popolo – die Hauptstraße – wird zur Fußgängerzone: Zahlreiche kleine Restaurants und Bars laden zum Flanieren und Pausieren. Jeweils donnerstags lässt sich hier das bunte Treiben auf einem der größten Wochenmärkte Venetiens mit der typisch südländischen Mischung aus Gemüse, Obst, Haushaltswaren und Bekleidung bewundern.

Eindeutiger ist das Angebot auf dem Fischmarkt: Die Halle Mercato Ittico ist dabei den Händlern vorbehalten, die hier am bedeutendsten Fischereihafen Italiens ab vier Uhr in der Früh auf frische Ware warten. Die Pescheria im Stadtzentrum ist auf jedermann zugeschnitten und täglich außer montags zwischen 8 und 13 Uhr geöffnet. Selbst wenn Sie keine schmackhaften Meeresfrüchte verzehren möchten, sollten Sie die rund 40 Stände unbedingt besuchen. Sie sind ein begehrtes Fotomotiv, das in keinem Album fehlen darf.

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Der Hafen von Chioggia © maurizio/stock.adobe.com

Stolz kann Chioggia auf eine lange Geschichte zurückblicken und wurde erstmals in byzantinischen Schriften aus dem fünften Jahrhundert erwähnt. Auch die prachtvollen Kirchen der Stadt geben Einblick in längst vergangene Tage: Die barocke Kathedrale Santa Maria Assunta stammt aus dem elften Jahrhundert und ist das größte Bauwerk des Ortes. Gleich nebenan finden Sie ein altes Stadttor, die Porta di Santa Maria Assunta. Sehenswert sind auch die Sakralbauten San Domenico aus dem 13. und San Martino aus dem 14. Jahrhundert. Wer einen Platz der Superlative besuchen möchte, besichtigt den Torre dell’orologio und somit die älteste funktionierende Turmuhr der Welt. Vom Turm lässt sich die Aussicht bis nach Venedig genießen.

Eine Erfrischung gefällig: Zehn Kilometer feinsten Sandstrandes liegen vor den Toren der Stadt. Sottomarina und die Isola Verde bieten Badegästen den perfekten Platz an der Sonne: Familien profitieren von einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm aus Spielplätzen und Wasserparks, Hundebesitzer finden eigene Abschnitte und an jeder Anlage lockt ein elegantes Restaurant mit einer Auswahl mediterraner Spezialitäten.

Allen Sommerausflüglern seien zwei Feste ans Herz gelegt: Jeweils am dritten Juniwochenende verwandelt das Palio della Marciliana die Stadt in ein mittelalterliches Festzentrum. Fünf Stadtteile küren ihren Meister im alljährlichen Armbrustwettbewerb und in den schmalen Gassen begegnet man Minnesängern, Hofdamen und Rittern. Noch trubeliger geht es während des Sagra del Pesce zu. Gleich an zehn sommerlichen Tagen verwandelt sich Chioggia in ein riesiges Open-Air-Restaurant du die malerischen Straßen füllen sich mit dem Duft frisch zubereiteter Fische und anderer regionaler Köstlichkeiten.

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