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Der Königsweg für Radfahrer: Die 100 Schlösser Route im Münsterland

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Eine Entdeckungstour (fast) ohne Strapazen

Ich liebe Radtouren. Jetzt kommt das große Aber: In mir schlummert auch ein kleiner Faulpelz, der sich nicht übermäßig schinden möchte. Der es schön flach mag, große Hügel möglichst vermeidet und für jede Attraktion am Wegesrand dankbar ist, denn die verspricht eine abwechslungsreiche Pause. Die 100 Schlösser Route kommt mir da wie gerufen. Auf 960 Kilometern schlängelt sie sich durch das malerische Münsterland, ohne schweißtreibende Berge, dafür mit jeder Menge imposanter Bauwerke, die mich quasi zu einem Stopp zwingen.

Münster
Der Prinzipalmarkt in Münster © Sina Ettmer/stock.adobe.com

Die 100 Schlösser Route ist die Königin unter den deutschen Radtouren. Auf 960 Kilometern Länge erleben Sie im Vorbeiradeln die wahren Schätze des Münsterlandes: herrschaftliche Schlösser und imposante Burgen, Gräftenhöfe, Herrensitze, Klöster und Kirchen. Eine beeindruckende Zeitreise durch die Geschichte der Baukunst: Beinahe jede Epoche, jeder Stil, jeder Künstler hat hier seine Spuren hinterlassen.

Der Radweg besteht aus vier miteinander verbundenen Rundkursen, die zwischen 210 und 310 Kilometer lang sind. Jeder dieser vier Kurse trägt den Namen einer Himmelsrichtung. Auf der Route geht es durch die Regionen Emsland, Osnabrücker Land, Mittelweser, Münsterland, Niederrhein, Ruhrgebiet, Sauerland und Siegerland. Die meiste Zeit über verläuft der Weg flach, sodass sich sogar Familien mit Kindern bequem auf den Weg machen und die Vielzahl der sehenswerten Bauwerke besichtigen können. Auf der gesamten Strecke werden insgesamt weit mehr als 100 Attraktionen angesteuert.

Der Nordkurs - Von Münster zum Teutoburger Wald

Landschaftliche Vielfalt bestimmt den 305 Kilometer langen Nordkurs. Mit bunten Feldern und Wiesen, idyllischen Wäldern, weit und eben präsentiert sich das Terrain. Gepflegte Bauernhöfe und malerische Ortskerne fangen den Blick jeden Radlers ein. Vorherrschendes Baumaterial ist der „Marmor des Münsterlandes“, wie der Sandstein hier genannt wird. Vom - nicht nur Tatort-Fans - bekannten Münster führt die Route über Steinfurt, Rheine, Tecklenburg, Bad Iburg und schließlich von Ostbevern wieder zurück zum Startpunkt. Im Tal der Ems sollten Sie sich eine Einkehr im Kloster Bentlage nicht entgehen lassen. Auch Schloss Münster, Schloss Steinfurt und Burg Bentheim sind in jedem Fall einen Halt wert.

Pferdeweide
Pferdeweiden entlang der Strecke © Mark J. Barrett/stock.adobe.com

Der Ostkurs - Zwischen Gemütlichkeit und Pferdewiesen

Der 240 Kilometer lange Ostkurs führt von der Stadt Münster durch das östliche Münsterland ins Tal der Lippe. Ohne Hast und Eile können hier Familien besonders bequem Kilometer zurücklegen und die eine oder andere Sehenswürdigkeit besichtigen. Haus Vornholz bei Ennigerloh und das Schloss Hovestadt sind dabei die bekanntesten. Auf der einladenden Strecke wird vor allem eines deutlich: Hier führt der Pfad durch Pferdeland. Stolz galoppieren die Tiere über die weiten Wiesen oder zupfen gemütlich rastend an Grashalmen. Pferdehauptstadt und ein unbedingtes Muss für jeden, der die Vierbeiner liebt, ist Warendorf. Zahlreiche Veranstaltungen wie die Hengstparade finden in Warendorf statt und locken jährlich mehr und mehr Besucher.

Der Südkurs - Ein Feuerwerk der Baukunst

Der Südkurs wird bestimmt von traumhaften Schlössern und herrschaftlichen Burgen bestimmt. Die Tour startet am Schloss Münster, dem Erbdrostenhof, dem Dom und dem Prinzipalmarkt in Münster. Auf der Route liegt das „Versailles Westfalens“, das Schloss Nordkirchen. Diesen Namen hat das größte Wasserschloss der Gegend aufgrund seiner üppigen Ausmaße und der barocken Gestaltung. Weitere Stationen sind die Burg Vischering in Lüdinghausen, der Ort Senden und die pittoreske Altstadt von Nottuln. Die Burg Hülshoff, Geburtsort der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, ist ein Highlight für Architekturfreunde ebenso wie für Literaturliebhaber.

Der Westkurs - Von Schlössern und Seen

Burg Arnolt, Schloss Ahaus, das romantische Schloss in Raesfeld und die Burg Gemen in Borken sind die wohl markantesten Bauwerke auf dieser Route. Neben imponierenden Gebäuden erwarten Radler auf dem Westkurs vor allem herrliche Landschaften wie rund um Haltern mit seiner Seenplatte und der Hohen Mark. Auf 310 Kilometern werden des Weiteren Orte wie Dülmen, Lembeck, Isselburg, Rhede und Coesfeld gestreift.

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