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Welterbe Buchenwälder: Hier treibt’s der Herbst besonders bunt

16.09.2021

Vom Jasmund bis zum Kellerwald - fünf deutsche Regionen verzaubern uns den Urlaub im Spätsommer

Der Herbst ist meine Jahreszeit: Wenn Familie und Freunde der Badesaison nachtrauern, freue ich mich auf gemütliche Sofaabende. Dicke Socken, heimeliger Kerzenschein und ein spannender Krimi - schon ist meine Welt perfekt. Auch Spaziergänge finde ich gleich viel angenehmer, wenn mir nicht schweißtreibende Temperaturen kleine Perlen auf die Stirn zaubern. Vielleicht kann ich ja allen Sonnenanbetern mit diesem Ferientipp ein kleines Stimmungshoch zum Wettertief bescheren?

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Herbststimmung am Edersee. © Schmutzler-Schaub/stock.adobe.com

Purpurnes Rot, kräftiges Orange, goldenes Gelb – von wegen graue Jahreszeit. Der Herbst leuchtet farbenfroh. Wer die ganze Pracht erleben möchte, muss nicht in die Ferne schweifen. Einen Hauch Indian Summer bieten die geschützten Buchenwälder in Deutschland. Seit zehn Jahren sind sie Teil des UNESCO Weltnaturerbes und holen die ganze Farbpalette auch in unsere Breitengrade. Jedes der fünf Gebiete weist seine Besonderheiten auf und ist somit eine Reise wert ist. Besonders magisch wirkt das dichte Blätterdach im Spätsommer – passend zur Urlaubszeit.

Jasmund: Eine gelungene Mischung aus Wassernähe und Walderlebnis: Es ist der kleinste deutsche Nationalpark, dafür vermutlich der bekannteste. Die Kreidefelsen auf Rügen zogen schon Caspar David Friedrich in den Bann. Dabei leben seine Bilder gerade durch den Kontrast aus strahlendem Weiß der Steine, beruhigendem Meeresblau und dem Grün der Buchenwälder. Auf zahlreichen Wanderwegen in eindrucksvoller Kulisse kommen Vogelfreunde auf ihre Kosten: Seeadler, Wanderfalken, Uferschwalben und Zwergschnäpper haben hier ihre Heimat.

Kellerwald: In Hessen können Waldliebhaber die Gegend auch mit dem Fahrrad erobern. Natürlich hat die Natur stets Vorfahrt, doch das Wegenetz umfasst gleich drei abwechslungsreiche Routen. Außerdem lockt der Edersee mit Angeboten für Wassersportler, Angler und Segler. Wanderer sollten sich den Urwaldsteig nicht entgehen lassen: Die 68 Kilometer sind in verschiedene Etappen aufgeteilt. Wer drei davon erfolgreich meistert und im Wanderpass abstempeln lässt, wird vor Ort mit Urkunde und Pin belohnt.

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Das Wildkatzendorf Hütscheroda. © ohenze/stock.adobe.com

Hainich: Wer dem Buchenwald direkt aufs Dach steigen möchte, der kann in Thüringen auf dem Baumkronenpad wandeln und befindet sich so auf Augenhöhe mit den Naturgiganten. Ein echtes Highlight verspricht ein Besuch im Wildkatzendorf Hütscheroda: Hier kann man die ansonsten scheuen Waldbewohner direkt bestaunen, auch eine Luchsfamilie wartet auf die Besucher. Kaum zu glauben, weite Teile des Hainichs waren vor noch nicht allzu langer Zeit militärisches Schutzgebiet. Die Natur erobert sich eindrucksvoll Stück für Stück ihr Terrain zurück.

Grumsin: Im Mittelpunkt zahlreicher Wanderwege und Führungen steht auch in der Schorfheide das Naturerlebnis, doch der sinnliche Genuss kommt ebenfalls nicht zu kurz: Wer mag, kann bei Hofläden oder gemütlichen Cafés eine stärkende Rast einlegen oder die Destillate der Grumsiner Brennerei verkosten. Für sehr spezielle Naturliebhaber halten die 560 Hektar Wald sogar eine echte Weltsensation parat: 2012 wurden fünf bis dahin vollkommen unbekannte Mückenarten entdeckt. Wanderer benötigen bei der Erkundung allerdings einen sehr scharfen Blick.

Serrahn: Eingebettet in die malerische Müritz-Landschaft liegt dieser Buchenwald: Der acht Kilometer lange Erlebnispfad bietet mehr Abwechslung als zunächst vermutet. Auf den naturbelassenen Wegen verbirgt sich eine Lauschecke, die die besondere Geräuschkulisse erlebbar macht. Auch zwei Hängematten verändern die Perspektive auf die Baumriesen. Den besten Ausblick verspricht der Aussichtsturm am Großen Serrahnsee. Ganz am Ende führt schließlich ein Holzsteg durch ein intaktes Moorgebiet. Ein Zeitreise, die zeigt, wie Deutschlands Urwälder einst ausgesehen haben.

Catrin Junker