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Seebrücken an der Ostsee: Flaniermeile und Fotospot

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Bummeln mit Blick auf das Meer

Ankommen, auspacken und dann geht es ab auf die nächste Seebrücke: Der Wind verwuschelt uns die Haare, wir atmen tief durch, genießen die frische Meeresbrise und machen einen ersten Schnappschuss, damit die Lieben daheim wissen, wir sind gut angekommen und vielleicht sogar ein bisschen neidisch werden. Das ist unser Ritual bei jedem Aufenthalt an der Ostsee. Erst dann haben wir das Gefühl, dass der Urlaub wirklich startet und der Stress fällt langsam ab.

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Sonnenaufgang in Sellin © ThomBal/stock.adobe.com

Gebaut wurden die ersten Seebrücken im 19. Jahrhundert; sie dienten damals vornehmlich als Schiffsanleger und wurden erst später zu Flaniermeilen mit vielen Annehmlichkeiten wie Windschutz, Imbissbuden und Bänken zum Relaxen bestückt. Allein in Mecklenburg-Vorpommern gibt es 19 dieser beeindruckenden Bauwerke. Imposante Holzkonstruktionen führen erholungssuchende Urlauber sicheren Fußes über das Meer. Seebrücken ziehen magisch an: Dem Meer ganz nahe sein zu wollen, den Blick auf die Kulisse an Land genießen und natürlich die besonders reine, gesunde, jodhaltige Luft zu atmen. Besonders am Nachmittag lustwandelt man gerne, lässt sich vom Sonnenuntergang verzaubern, aber auch am Abend, um sich nach üppigen Fischtellern noch einmal die Beine zu vertreten.

Forscher haben übrigens herausgefunden, dass sich ein Aufenthalt auf einer Seebrücke positiv auf den Pulsschlag und den Blutdruck auswirkt; das sei dem beruhigenden, monotonen Meeresrauschen zuzusprechen, dies ergab zumindest eine Studie der Universität Witten/Herdecke. Den Alltag hinter sich lassen, der Blick zum Horizont gerichtet und sich der Natur besonders nah fühlen, ohne selbst dabei den festen Boden unter den Füßen zu verlieren, Seebrücken faszinieren und ohne sie wäre so mancher Badeort nur halb so schön.

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Seebrücke Heringsdorf © Tilo Grellmann/stock.adobe.com

Usedom und Rügen, auf diesen Inseln findet man die wohl eindrucksvollsten Seebrücken der Republik. Unumstritten die schönste ist die Seebrücke im Ostseebad Sellin. 1998 wurde dieses Prunkstück zum Aushängeschild des Badeortes. Restaurants und der Balticsaal, wo gerne Feste und Lesungen abgehalten werden, befinden sich auf der schmucken Brücke und wer sich traut, der kann auf ihr sogar den Bund für‘s Leben schließen.

Weniger spektakulär und gänzlich unbebaut kommt die Seebrücke in Göhren daher, sie misst zwar nur 270 Meter, aber von hier genießt man den herrlichen Blick auf den Buskamp, einem sagenumwobenen Findling, demnach ein recht romantisches Plätzchen.

In Binz lustwandeln Besucher auf der 370 langen Brücke; sie existiert in der Form erst seit 1994. Ihre Vorgängerinnen mit einer beeindruckenden Länge von 560 Metern konnten den Naturgewalten nicht standhalten und wurden abgerissen.

Usedom braucht sich, was Seebrücken angeht, hinter Rügen keinesfalls zu verstecken. Wer seinen Urlaub in Ahlbeck verbringt, der kann die älteste ihrer Art (erbaut 1898) bewundern. In Heringsdorf steht wiederum die längste Seebrücke: Die Kaiser-Wilhelm-Brücke ist eine beeindruckende, 500 Meter lange Konstruktion aus Stahl und Glas. Sechs gastronomische Einrichtungen stillen Hunger und Durst und zahlreiche einladende Geschäfte verleiten zum Bummeln und Kaufen.

Die Seebrücke in Zinnowitz bringt Sie an ihrem Endpunkt mittels einer Gondel tief hinab und gibt den Blick frei auf die sonst unsichtbaren Meeresbewohner.

Alle Seebrücken sind natürlich auch heute noch Schiffsanleger, sie verbinden die Seebäder miteinander und eignen sich prima, um sich den frischen Wind um die Nase wehen zu lassen und die jeweilige Insel auch aus der Wasserperspektive kennenzulernen. Und nicht zuletzt sind sie der beste Fotospot für nachhaltige Urlaubserinnerungen.

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